Thethi Nationalpark und Boga
Thethi Nationalpark ist einer der schönsten Naturgebiete in Albanien und umfasst eine Fläche von 2630 ha. Er erstreckt sich in Höhenlagen zwischen etwa 1200 m und 2567 m. Rund um den Park liegen viele markante Gipfel und Übergange. Fast zwei Drittel des Parks sind mit Wald bestanden. Einzelne Waldpartien sind in Steilgebieten so schwer für den Menschen zugänglich, dass sie als Urwald gelten können. Das Dorf Theth liegt in einem eindrücklichen Talkessel und eignet sich gut als Ausgangsort für kleinere und größere Wanderungen und Besichtigungen im Nationalpark. Hier befinden sich einige Sehenswürdigkeiten, die ein Besuch wert sind.

Absonderungsturm
Die Kulla e Ngujimit (Absonderungsturm), im 19. Jahrhundert erbaut, ist ein mehrstöckiger Wohnturm mit Schießscharten, in dem durch die Blutrache gefährdete Personen für mehrere Monate Schutz vor ihren Verfolgern fanden. Das Innere ist karg möbliert, im ursprünglichen Zustand erhalten sind jedoch die eingezogenen Bretterböden und Holztreppen.


Das ethnografische Museum
Das ethnografische Museum steht zurzeit leer, aber die Exponate werden im historischen Museum von Shkodra aufbewahrt. Das Gebäude, ein wehrhafter Turm, befindet sich im Privatbesitz.


Die Mühle
Mulliri i Kolajve (Die Mühle der Kolaj) ist ein kleiner Holzbau direkt neben einer Brücke, die mit einer vom Thethi Fluss abgezweigte Wasserleitung betrieben wird. Die genial einfach konstruierte Steuerung der von oben auf den Mühlstein fallenden Maiskerne ist sehenswert. Diese Mühle wird auch heute noch im Spätsommer und Herbst in Betrieb gesetzt.


Die Kirche von Thethi
Die Kirche von Thethi wurde 1892 erbaut. Sie ist ein einfacher rechteckiger Bau mit Apsis auf der Chorseite und wurde auf dem schönsten Fleck des Tales erreichtet. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.


Der Canyon und der Wasserfall von Grunas
Die Schlucht mit dem Canyon von Grunas ist 30 m hoch und ein Meter breit. Von der Brücke aus kann man in die Schlucht hinunterschauen. In Richtung Osten befindet sich der Wasserfall von Grunas.


Ndërlysa
Die Gletschermühlen von Ndërlysa bieten ein einmaliges Naturschauspiel: Das Wasser des Lumi i Zi (schwarzer Fluss) zwängt sich durch ein Engnis, das während Jahrtausenden durch Auswaschung entstanden ist. Runde und spitze Felsformen, im Sonnenlicht schillernde Farben von Wasser und Stein sind von beiden Ufern aus gut zu beobachten.


Dënelli Feld
Fusha e Dënellit (Dënelli Feld) ist eine von einem hohen Kranz von Bergen umgebene Hochebene, wo mehrere Alphütten zu finden sind. Im südlichen Teil der auf ca.1600 m liegenden Hochebene liegt ein künstlicher Teich, als Wasserreservoir dienend. Der weitere Aufstieg genau Richtung Süden führt über einen Pass und zuletzt über ein Geröllfeld. Von der Ebene aus lassen sich im nächsten Tal drei interessante Höhlen erreichen: Shpella e Drerit( Hirsch-höhle), Shpella e Bravnikut und Shpella e Kakverrit die in ca.3 Stunden Entfernung in der nächsten Geländekammer in Richtung Valbona liegen.


Qafa e Thores und Shtegu i Dhenve
Der Qafa e Thorës (Thore-Pass), eigentlich Qafa Buni i Thorës ist ein Gebirgspass im südwestlichen Teil der albanischen Alpen. Über ihn führt die von Koplik nur bis Boga asphaltierte Straße nach Theth. Die Schotterstraße von Boga nach Theth beträgt 16 Kilometer.
Die 1936 erbaute Straße war die erste fahrbare Verbindung ins Shala Tal. Der etwas nördlich liegende Fußweg über den Pass Shtegu i Dhënve (1775 m) wurde auch später noch oft gebraucht. Der Pass ist eigentlich kein Übergang ins obere Shala-Tal mit Theth, sondern fällt gegen Süden steil in ein Seitental der Shala ab. Die Straße windet sich noch über mehrere Kilometer an der steilen Flanke weiter nach Osten fast ohne Höhe zu verlieren, um dann um den Bergkamm nach Norden abzubiegen und unterhalb des Shtegu i Dhënve steil nach Theth abzufallen. Shtegu i Dhenve trennt Shtegu Gipfel (2083 m) im Süden und Zagora Gipfel (2088 m) im Norden auseinander.
Das Gestein hat einen erosiven tektonischen Ursprung und besteht aus mesozoischem Kalkstein, und ist auf beiden Seiten mit Buchenwald und bosnischen Pinien bedeckt. Hier wurde zum ersten Mal die endemische Pflanze Vulfenia Baldaçi (Wulfenia Baldaccii) gefunden, die nach seinem Entdecker benannt wurde.


Boga
Boga ist ein Dorf, dass auf einem 950 Meter über dem Meeresspiegel und von den Alpen umgeben Tal, liegt. Das Tal beginnt mit Përroi i Thate (Trockner Bach) und endet am Thore Pass in 1700 m Höhe. Boga wird durch hoche Berge wie der Livadh Berg 2494 m hoch, Rraba Berg mit einer Höhe von 2222 m und Bridashi Berg 2128 m hoch umgeben.
Diese Berge geben dem Dorf eine besondere Schönheit und bieten interessante Routen zum Bergsteigen und Wandern. Die Berge sind mit Buche- und Kiefernwäldern, wo auch viele Heilpflanzen zu finden sind, bedeckt. Eine dieser Pflanzen ist die "Herz Pflanze" oder Sanz, die vor 2200 Jahren von König Genti entdeckt wurde. Zu seinem Ehren wurde diese Pflanze Gentiana Lutea ernannt. Die Wurzeln dieser Pflanze haben medizinische Heilkräfte auf die Blutgefäße und das Herz.
Boga ist der ideale Ort für Amateure und Profis der Speläologie. Hier befinden sich zahlreiche Höhlen, die auch international sehr geschätzt sind. Zu erwähnen sind:Puci Höhle, Cilikokaj Höhle die bis heute bis zur 550 m Tiefe erkundet ist, Gjek Marku Höhle wo auch Fossilien Eis zu finden ist, Livadhi i Bogës Höhle, Husi Höhle usw.
Boga hat wunderbare Wasserquellen wie Kroni i Boges und Ogovan Wasserquellen.


Radohina
Radohina ist ein 2570 m hoher Berg der zum Massiv der Verwunschene Berge gehört. Er liegt zwischen dem südöstlichen Thethi Tal und dem nordwestlichen Cemi Tal und besteht aus mesozoischem Kalkstein und Dolomit. Radohina ist durch sehr steile Hänge gekennzeichnet, die am Nordwesten und Südosten auf die Felder von Boga und Theth abfallen, während am Nordosten und Südwesten von Gletscherkaren umgeben sind. Aus Thethi ist Radohina durch den Vizhnja Trog erreichbar, und aus Boga Tal durch einen Pass am Norden der Shtegu i Dhenve. Im Nordosten der Radohima Gipfel liegt Vizhnja Gipfel (2517 m) und im Südwesten ist Der Trockene Gipfel (2543 m) zu finden. Es gibt überhaupt keine Vegetation auf Radohina.


Bridashi Gipfel
Bridashi Gipfel liegt am Gebiet der Verwunschenen Bergen. Der Weg zum Gipfel beginnt in Dorf Boga auf 950 Meter über dem Meeresspiegel in Richtung der Mündung der Përroi i Thate (Trockner Bach) und läuft durch Pinienwald und Felsen. Auf 2128 m ist die Aussicht sehr schön und erweitert sich bis zum Rraba und Livadhi Berge.


Arapi Gipfel
Maja e Arapit (Der Arapi Gipfel) ist 2217 Meter hoch, aber mit seiner 800 Meter hohen Südwand, der höchsten im Balkan, überragt er als prominente Felsformation den Nationalpark Theth. Der Berg liegt neben dem Pass vom Peja (1705Meter) nördlich von Theth. Die Spitze ist aus schroffem, von Dolinen und Höhlen durchgesetztem Karstgestein gebildet.
Ein kurvenreicher und nicht markierter Aufstieg führt vom Peja Pass nach oben, durch die Karst Formationen und steilen Wiesen der östlichen Seite. Alle anderen Seiten des Berges sind besonders steil und das Klettern, sehr schwierig. Bis jetzt haben nur wenige Sportler versucht den Berg zu besteigen, obwohl es mehreren bekannten Routen gibt: drei auf der Südwand oder der 'Tal Seite' und fünf auf der kürzeren westlichen, nordwestlichen und nördlichen Seite.
Albaniens längste Horizontalhöhle liegt am Fuße der Südwand. Die Tiefe des Höhlensystems beträgt 346 Meter. Innerhalb der Höhle sind die Temperaturen sehr niedrig, und es gibt auch Trinkwasser.


Gropat e bukra
Gropat e Bukra, ist ein 1700 Meter hohes Feld am Fuße des Jezera, ideal zum Zelten. Dort gibt es Trinkwasser, und die einheimischen Schäfer bleiben dort oft mehrere Tage im Sommer.
Es ist der ideale Startpunkt für Besteigungen der Jezera- und Poplluka Gipfel.