Valbona Tal
Das Valbona Tal, ein Nationalpark von 8.000 Hektar liegt im östlichen Teil der albanischen Alpen und ist es eines der schönsten Naturgebiete in Albanien. Der Park liegt 20-30 km von der Stadt Bajram Curri entfernt. Vor dem Eintritt ins Tal, nur 3 km entfernt von Bajram Curri, liegt die Wasserquelle Shoshan. Diese Karstquelle leitet zum Valbona Fluss und bildet einen attraktiven Canyon, 2-3 m breit und 50 m tief.Das Tal ist ein ideales Gebiet für Bergsteiger und Wanderer. Auf beiden Seiten des Tales erheben sich die steilen Hänge der Berge. Die Gipfel des Tales geben den Eindruck, über viertausend Meter hoch zu sein. Das Tal verengt und erweitert sich, und die Landschaft könnte jeden atemlos zurücklassen. Kleine Gruppen von Häusern sind in einigen malerischen Dörfern zu finden. In der Nähe des letzten Teils des Tales, das auch das schönste ist, befinden sich auf der einen Seite Jezera, und auf der anderen die Bergkette Grykat e Hapta - Zhaborre.
Dragobia
Dragobia ist das erste Dorf, mit Häuser im alpinen Stil. Es liegt auf einer Höhe von 957 Metern über dem Meeresspiegel. Neben Dragobia, am Fuße eines Berges, wo der Cerremi Bach sich an den Valbona Fluss mündet, befindet sich die berühmte Dragobia Höhle, wo der Nationalheld Bajram Curri besiegt und getötet wurde. Die Stadt wurde nach ihm benannt.


Valbona
Valbona (oder Selimaj) befindet sich 25 km entfernt von der Stadt Bajram Curri und ist das wichtigste bewohnte Zentrum des Tales. Hier befinden sich viele traditionelle Häuser, die eine malerische Landschaft erschaffen, im Einklang mit den Naturwundern des Tales. Die Straße führt weiter durch das Tal zwischen herrliches Naturpanorama mit reichen Farben und Schnee, der die Gipfel der schroffen Bergen bedeckt.


Rragam
Das letzte Dorf vor der Quelle des Flußes Valbona ist Rragam. Rragam ist ein abgelegenes Dorf, von unberührter und intakter Natur umgeben. Das ganze Dorf hat solch eine seltene Farbenkombination und Schönheit, dass man denken könnte, dass eine göttliche Hand es erschaffen hat. Auf der einen Seite fließen die kristallklaren Gewässer der Valbona, und auf der anderen liegen die hohen, grünbedeckten Berge. Bis Mai ist der Kontrast des sauberen weißen Schnees auf den Baumkronen mit dem blauen Himmel zu genießen.


Peçmara
Der ständig im Schatten liegende, dunkler und schroffer Peçmara ist 2017 m hoch. Die unteren Hänge sind mit dichtem Buchenwald bedeckt und bieten Lebensraum für Braunbären. Der alte Wald rund um den Picimali Bach ist einfach märchenhaft.


Xhema See
Xhema See ist ein natürliches Wasserbecken in der Nähe des Dorfes Valbona, auf der linken Seite der Straße Dragobi-Valbona. Er liegt am Fuße des Peçmara Berges, in der Nähe von Çuku i Dunishtës, auf einer Höhe von 770 m über dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von ca. 650 m 2. Der Xhema See hat sehr kaltes kristallklares Wasser, schroffe Kalkstein Küsten und ist von Buchen umgeben.


Kollata
Der Kollata Gipfel ist mit 2552 Metern der höchste Gipfel des Kollata Berges und liegt vollständig in albanischem Territorium. Beim Besteigen des Kollata Gipfels, besteht auch die Möglichkeit die anderen beiden Spitzen des Kollata Berges an der Grenze zu Montenegro zu besuchen, Kollata e Mire (2,528 Meter) und Kollata e Keqe (2,534 Meter), die Zwei höchsten Berge Montenegros. Maja e Kollatës ist bekannt für die prachtvolle Aussicht auf das Valbona Tal, vom Anfang bis zum Ende, was auf keinem anderen Gipfel möglich ist.


Maja e thatë
Maja e Thatë (der Trockene Gipfel) ist ein 2.406 m hoher Gipfel.  Er liegt in dem Massiv von Kollata, am Valbona Tal, in den östlichen albanischen Alpen. Der Gipfel ist von anderen hochen Bergen umgeben, und daher ist die Schartenhöhe (Prominenz) unbedeutend. Die unteren Hänge der Süd- und Westwände sind reich an Buchen- und Kiefernwälder, während die höher gelegenen Dolomit und Kalkstein Felswände, sehr geeignet zum Bergsteigen und Klettern sind.
Maja e Thatë verfügt über eine gut erkennbare Spitze und ist eine touristische Attraktion für Natur-und Bergfreunde, Bergsteiger und Wanderer im Allgemeinen. Neben die ästhetischen Werte gibt es drei Naturdenkmäler in seiner Umgebung.
Die Höle von Haxhia, das Trogtal von Kukaj und der Rotfichtenwald von Valbona.


Roshi (2523m)
Ausgehend von Valbona Zentrum, läuft der Weg durch Kukaj Tal und danach windet sich um hinauf zu den Wiesen unter dem Roshi Gipfel.Von hier aus ist es möglich dem Weg auf einem von zwei Gebirgspässen bis zum Roshi Gipfel fortzusetzen.
Roshi Gipfel, 2,523 Meter hoch, liegt an der Grenze zwischen Albanien und Montenegro, und bietet atemberaubende blicke über beide Länder. In Albanien kann man den Jezera, seine Seen und Maja e Thate sehen. In Montenegro kann man die Dörfer Plavë und Guci sehen.
Der Roshi Gipfel wird von Maja e Thate nur vom einen Gebirgspass geteilt, und obwohl er aus denselben Gesteinsformationen besteht, ist er deutlich einfacher zu besteigen, und bietet viel weniger Risiko, was bedeutet das man mehr Zeit um den Blick zu genießen, und Fotos zu schießen hat.
Auf diesem Berg gibt es in Juni herrliche Wiesen. Der Roshi Berg ist besonders gut für Botaniker, weil hier viele Blumen wie die endemische albanische Lilie (Lilium albanicum), Orchideen und viele andere zu finden sind.


Brias
Der Brias Berg ist der westlichste der drei Berge der Bergkette Grykët e Hapta - Zhaborre, und bei Weitem der Imposanteste. Er besitzt die höchste von Valbona aus sichtbare Felswand, und von der Spitze ist der Blick auf Valbona und dem Shala Tal unvergesslich.
Brias ist 2567 m hoch und wächst steil auf dem oberen Teil des Valbona Tales. Der Brias Berg besteht ausschließlich aus Kalkstein und Dolomit. Die Nordseite ist völlig von Vegetation unbedeckt und zusammen mit der Südwand von Arapi (2217 m) sind die zwei höchsten fast senkrechten Felswände, der albanischen Alpen. Der beste Weg für den Aufstieg dieser Spitze beginnt im Rragami Dorf, etwa 4,5 km von Valbona, führt weiter durch einen Buchenwald in Richtung des Zhaborra Sattel, der westlich vom Brias Gipfel liegt. Danach wird die steile Südseite in Richtung Gipfel bestiegen.


Grykët e Hapta
Der Berg Grykat e Hapta ist Teil der Bergkette von Grykat e Hapëta-Zhaborre, und sein höchster Gipfel, Maja e Madhe (Der Grosse Gipfel), ist mit 2625 m auch der höchster diese Bergkette und der dritthöchster aller dinarischen Alpen (nach Jezera 2694 m und Gjeravica (Đeravica ) 2656 m).
Der Gipfel, der nach dem der Berg benannt wurde, ist nicht der höchster, aber er ist auffällig wegen seiner fast senkrechte Nordseite. Er ist 2527 m hoch und wurde auf "Ismet Sali Bruçaj", zu Ehren eines Lehrers aus dem Kosovo, der im Dienst starb, umbenannt.
Der beste und kürzeste Weg um diese Gipfel zu besteigen beginnt in Valbona, folgt auf die nordwestliche Seite der Bergkette bis zur Quelle Buni i Ziçit und führt danach rechts im Richtung Süden. Der Gipfel Grykat e Hapta (oder Ismet Sali Bruçaj) ist auch von der Südseite besteigbar, erfordert jedoch technische Vorbereitung. Maja e Madhe (der Große Gipfel) liegt weiter und der steinige Weg läuft durch eine völlig nackte Gegend.


Çet Harusha
Der Gipfel von Çet Harusha hat eine Höhe von 2422 m. Er befindet sich in der nordwestlichen Seite der Bergkette Grykat e Hapëta-Zhaborre und steigt aus dem Valbonatal mit einer Höhe von über 1500 m. Von der spitze ist das Valbona Tal bis nach Dragobia vollständig sichtbar, und man hat einen sehr schönen Ausblick über dem Trogtal von Kukaj.
Gropa Bjeshkëzës (ca. 2000 m Hoch) trennt den Cet Harusha Gipfel von der Bergkette Grykat e Hapëta-Zhaborre. Der Berg besteht aus Dolomit der Trias und Kalkstein. Die Flora ist relativ reich: Bis zu 1800 Meter Höhe gibt es Buchen, von 1800 bis 2200 m Bergkiefer und über 2200 m gibt es Alpweiden mit vielen endemische Blumen.
Der beste und kürzeste Weg um diese Gipfel zu besteigen beginnt in Valbona, folgt auf die nordwestliche Seite der Bergkette bis zu der Quelle Buni i Ziçit auf 1495 Meter Höhe, geht weiter durch den Wald bis zum Bergsattel in Höhe vom 2100 m und leitet dann nach links in Richtung der Südseite vom Cet Harusha um, die durch Alpenweiden bedeckt ist.


Valbona Pass
Der Qafa e Valbonës (Valbona-Pass) ist ein Gebirgspass auf der Höhe von 1812 m. Über ihn führt ein Gebirgspfad von Theth nach Valbona, der sich bei Wanderern immer größerer Beliebtheit erfreut. Am Pass treffen der Nationalpark Theth und der Nationalpark Valbona aufeinander. Der Pass teilt dem im Nordwesten liegenden Alia Gipfel (2471 m) vom Boshi Gipfel (2416 m) der im Südosten liegt. Auf beiden Seiten ist er mit Buchenwäldern und Kiefern bedeckt. Ein attraktives Naturdenkmal in der Nähe ist der Valbona Wasserfall, der die erste Quelle des Valbona Flusses bildet.


Jezerca (Jecera)
Jezera Gipfel, ist mit 2694 Metern der höchste Berg der dinarischen Alpen, und wird mit einer Schartenhöhe von 2,036 Metern als ultraprominenter Gipfel eingestuft. Die spitze ist vom Valbona Tal kaum sichtbar, aber die Aussicht vom Gipfel ist unbezahlbar. Im Süd-Osten sieht man den prächtigen Gjallica, den höchsten Berg Kosovos, und wenn das Wetter erlaubt, kann man im Westen bis zum Meer sehen.
Der Jezera hat eine große felsige Spitze aus dolomitischem Kalkstein. Vegetation gibt es darauf fast keine. Nördlich, östlich und westlich der Spitze fällt der Berg in große Kare ab, die in den Eiszeiten von Gletschern gebildet wurden. Heute befinden sich im nördlichen Kar Buni i Jezerës, auf einer Höhe zwischen 1.980 Metern und 2.100 Metern, ein rund 400 Meter langer aktiver Gletscher, und im östlichen, Kar Lugu i Zajeve zwei, noch kleinere aktive Gletscher. Im Winter fällt viel Schnee, der an wenig exponierten Stellen nur in sehr trockenen Jahren wegschmilzt.