Allgemeine informationen
Geografie und Klima
Albanien hat eine Fläche von 28.748 Quadratkilometern und 3,150,886 Einwohner. Tirana ist die Hauptstadt Albaniens.
Albanien besitzt an der Adria und am Ionischen Meer eine 362 Kilometer lange Küste mit vielen Sand- und Kiesstränden. An der engsten Stelle der Adria – der Straße von Otranto – ist die albanische Küste nur 71 Kilometer von Italien entfernt, beim Ort Ksamil nur zwei Kilometer von der griechischen Insel Korfu.
Mehr als zwei Drittel des albanischen Staatsgebiets werden von Bergland und zum Teil von Hochgebirgsregionen eingenommen. Vom Shkodrasee im Norden bis nach Vlora im Süden erstreckt sich eine zum Teil nur wenige Kilometer breite Schwemmlandebene entlang der Küste. An der Küste befinden sich zahlreiche Lagunen und Feuchtgebiete. Da nur die Täler, das Hügelland und Teile der Küstenebene eine dichtere menschliche Besiedlung ermöglichen, ist in diesen Regionen die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während andere Teile des Landes sehr spärlich bewohnt sind.
Im Norden des Landes befinden sich die albanischen Alpen, die zu den dinarischen Alpen gehören. Höchster Berg Albaniens ist mit 2764 Metern der Korab, nordöstlich von Peshkopia direkt an der Grenze zu Mazedonien gelegen. Ein weiterer hoher und auch bekannter Berg ist der Jezera. Dieser ist mit 2694 Metern der höchste vollständig in Albanien liegende Berg, und auch der höchste der dinarischen Alpen.
Mit 282 Kilometer Länge ist der Drin der längste Fluss des Landes. Der Schwarze Drin entspringt dem Ohridsee. Beim nordalbanischen Kukës vereinigt er sich mit dem aus dem Kosovo kommenden Weißen Drin. Der Drin fließt dann in westlicher Richtung durch mehrere große Stauseen und mündet bei Shkodra in der Buna. Die anderen größeren albanischen Flüsse Mat, Shkumbin, Seman mit Devoll und Vjosa fließen mehr oder weniger direkt in westlicher Richtung der Adria zu, wobei sie alle Bergketten durchbrechen. Die kurze Buna entwässert den Shkodrasee in die Adria und bildet dabei streckenweise die Grenze zu Montenegro.
In der westlichen Küste herrscht ein typisches Mittelmeerklima: feucht-milde Winter und trockene warme Sommer, mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 16 C und einer Jahresniederschlagssumme von knapp 1200 Millimetern. Im gebirgigen Landesinneren herrscht ein kontinentales Klima: im Sommer meistens warm aber manchmal kann es auch recht kühl werden. Im Winter sind viele Orte in diesen Gebieten wegen Schnees für Monate von der Außenwelt abgeschnitten.


Flora und Fauna
Das Land liegt in einer artenreichen Region, welche vor allem viele Pflanzenarten aufweist. Die albanische Flora weist über 3221 Arten auf, davon sind 489 auf der Balkanhalbinsel endemisch, und 40 Arten gibt es nur in Albanien. An der Küste wachsen Palmen, Orangen- und Zitronenbäume. Die tief in das Bergland eingegrabenen Flusstäler sind von Walnuss- und Mandelbäumen gesäumt. In den Wäldern im Norden wachsen unter anderem Tannen, Fichten, Eichen, Buchen und Ahornbäume. Besonders Eichenwälder sind typisch und bilden ein Fünftel der albanischen Wälder. Im wärmeren Süden und in den Küstenebenen wachsen vor allem Pinien, Trockenbäume, Linden und Olivenbäume. Mittelmeersträucher sind bis zu 800 Meter über dem Meeresspiegel verbreitet, neben Eukalyptusbäumen, Seefeigen und Lorbeer.
Das Land bietet Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Vögeln und Tieren, die anderswo in der Region bereits verschwunden sind. In den abgelegenen Berggebieten leben Wölfe, Luchse und Füchse. Hirsche, wilde Ziegen und Wildschweine sind ebenfalls verbreitet. Zudem hat Albanien mehr als 350 heimische Vogelarten. Dazugehören unter anderem Adler und Falken. Die Feuchtgebiete an der Küste und die Seen sind wichtige Stationen für viele Zugvögel. In albanischen Gewässern gibt es ca. 260 Salz- und Süßwasserfischarten sowie Suppenschildkröten und Karettschildkröten.


Ethnien und Religion
Neben den Albanern gibt es im Süden des Landes eine griechische Minderheit. Weitere Minderheiten sind slawische Mazedonier im östlichen Grenzgebiet sowie Roma und Aromunen, die verstreut im Land leben.
Laut der 1998 angenommenen Verfassung betrachtet sich der Staat Albanien heute als "Laizistische Republik".
56.7 Prozent der Albaner bekennen sich zu den Sunniten, 2.9 Prozent zu den Bektaschi, weitere 6.75 Prozent zu den orthodoxen Christen und etwa 10.03 Prozent zu den Katholiken. Die restlichen 23.62 Prozent bezeichnen sich als Atheisten oder gehören anderen Religionen, insbesondere evangelikalen Freikirchen an. Muslime sind fast im ganzen Land vertreten. Katholiken sind vor allem im Nordwesten Albaniens beheimatet, im Süden sind es insbesondere die Siedlungsgebiete der ethnischen Minderheiten, in denen die Orthodoxie mehr Anhänger hat.
In Albanien ist die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz unter den Anhängern der verschiedenen Religionen sehr hoch. Zum Teil werden religiöse Feste gemeinsam gefeiert und auch religiöse Stätten anderer Gemeinschaften aufgesucht. Ehen zwischen Christen und Muslimen sind kein Problem und sind an der Tagesordnung.


Tourismus
Unberührte Natur und abwechslungsreiche Landschaften, herrliche Berge und romantische Dörfer, einzigartige Arten an Fauna und Flora, vielfältige Kultur, faszinierende historische Stätte und Siedlungen, freundliche und tolerante Einwohner, mediterranes Klima und viel Sonne, all das hat das abwechslungsreiche Albanien zu bieten. Albanien besitzt alle Voraussetzungen für die Entwicklung verschiedener Arten von Tourismus.
Die Zahl der Touristen steigt von Jahr zu Jahr. 1995 wurden bereits 211000 Übernachtungen registriert, 2005 -344000, 2011 - 801000 Übernachtungen. 1995 stammen Rund drei Viertel der Touristen aus dem Inland und in 2001 nur die Hälfte. Gäste aus dem Ausland kamen vorwiegend aus den Nachbarländern. Ein Anstieg der Übernachtungszahlen wird auch für die Zukunft erwartet. Das World Travel & Tourism Council prognostiziert ein jährliches reales Wachstum des Tourismus von 5,4% im Zeitraum von 2006 bis 2015. Tourismus ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen albanischen Regierungsstrategie zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Basis für die weitere Entwicklung des Sektors ist die 2004 von der albanischen Regierung verabschiedete nationale Tourismusentwicklungsstrategie inkl. Aktionsplan.
In der Vergangenheit wurde vor allem in die Errichtung und den Ausbau von Unterkünften und in die Gastronomie investiert und derzeit gibt es in Albanien ungefähr 248 Hotels mit einer Kapazität von knapp 18900 Betten. Zurzeit wird kräftig im Bereich Infrastruktur investiert. Um in Zukunft vermehrt zahlungskräftige Touristen aus dem Ausland anziehen zu können, sind vor allem verstärkte Investitionen in die kommunale Infrastruktur, das Verkehrsnetz und den Umweltschutz sowie Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Dienstleistungen sowie die Verbesserung der Ausbildung unabdingbar.


Reisepass / Visa Beantragung

Staatsbürger der EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz dürfen für Aufenthalte von bis zu 90 Tage grundsätzlich auch mit Personalausweis/Identitätskarte einreisen, ein Reisepass ist jedoch in jedem Falle vorzuziehen.
Reisepässe sind allgemein erforderlich und müssen bei der Einreise noch mindestens 3 Monate gültig sein.
Kein Visum ist für Bürger der EU-Staaten, Australien, Kanada, Japan, Neuseeland, Norwegen, der Schweiz oder den USA erforderlich.


Währung
Die albanische Währung ist Lek.
In den großen Städten gibt es viele Geldautomaten, die an den großen internationalen Netzwerken verbunden sind, und das macht die Reise in Albanien einfacher. Aber es ist nicht so leicht Geldautomaten auf dem Land zu finden, deswegen es ist empfehlenswert immer etwas Bargeld mitzunehmen. Nur die größeren Hotels und Reisebüros akzeptieren Kreditkarten, und nur eine Handvoll von Betrieben außerhalb Tirana. Es gibt mehrere Wechselstuben in den größeren Städten, die in der Regel von 08.00 bis 18.00 geöffnet sind. Der Euro und der US-Dollar sind die beliebtesten ausländischen Währungen. Sie werden nicht in der Lage sein albanische Lekë außerhalb des Landes zu wechseln.